Großbrand in Wildon!

Geschrieben von OBI d.V. Herbert Putz (Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeit - BFV Leibnitz).

In einem Recyclingunternehmen in Wildon gerieten gepresste Plastikballen in Brand. 41 Feuerwehren mit über 500 Einsatzkräften, kämpfen gegen die Flammen. Neun Feuerwehrmänner erlitten leichte Verletzungen.

 

In einem Recyclingbetrieb in Wildon, kam es am 29. August 2015 zu einem Großbrand. Die zuständige Feuerwehr erhielt die Meldung um 12:36 Uhr. Die sieben Arbeiter im Betrieb versuchten den Brand noch zu löschen, aber ohne Erfolg, zu schnell breitete sich der Brand der brennenden Plastikballen aus. 

Die Einsatzleitende Feuerwehr Wildon, Einsatzleitung HBI Rudolf Grager, alarmierte als ersten Schritt die Feuerwehren des zuständigen Abschnittes. Laut ersten Meldungen drohte zusätzlich zum Brand ein Biogastank zu bersten. Feuerwehren begannen sofort mit der Kühlung des Gastanks, wobei der Erfolg der Kühlung gleich eine positive Wirkung zeigte.

Im Laufe des Einsatznachmittages wurden schlussendlich 41 Feuerwehren mit über 520 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus sechs Feuerwehrbereichen (Leibnitz, Graz, Graz-Umgebung, Deutschlandsberg, Radkersburg und Weiz), zum Einsatz nach Wildon beordert, um den Brand zu löschen.

Der Brand erreichte eine Dimension von 10.000 m2, die schwarze Rauchsäule die bis in weite Teile der Steiermark zu sehen war, hatte eine Höhe von zirka einen Kilometer, und bewegte sich je nach Luftthermik in verschiedene Richtungen.  Laut Landeswarnzentrale, die kurz nach Einsatzbeginn bereits vor Ort war und Messungen vornahm, bestand keine Umweltgefährdung.

Das Wetter, das uns jetzt eine neue Hitzewelle bescherte, trug ihren Teil zum Einsatzablauf bei. Acht Feuerwehrmitglieder erlitten wegen der Hitze eine Kreislaufschwäche, ein weiterer wurde mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Alle Feuerwehrkräfte wurden vom Roten Kreuz, die mit 35 Einsatzkräften und vier Ärzten vor Ort waren, versorgt. Am Abend konnte von der Einsatzleitung Entwarnung gegeben werden, alle neun Feuerwehrmitglieder sind bereits zu Hause und wohlauf.

Zur ersten Löschwasserversorgung wurden neben den Tanklöschfahrzeugen, zwei Großtanklöschfahrzeuge angefordert, als zweiten Schritt wurde die Mur, als Wasserbezugstelle herangezogen. Mit Wasserwerfern und vorgetragenen B-Rohren, versuchte man den Brand einzudämmen. In der Zwischenzeit wurden über 8000 Liter Schaummittel besorgt und das Großtanklöschfahrzeug vom Flughafen Graz, genannt der „Phanter“ angefordert.

Gegen 17:00 Uhr wurden alle eingesetzten Tanklöschfahrzeuge mit Schaummittel versorgt, und ein gezielter Schaumteppich über den Brandherd gelegt. Ab diesem Zeitpunkt zeichnete sich der Löscherfolg der eingesetzten Feuerwehren ab.

Seitens des Roten Kreuzes wurde eine Versorgungsstelle eingerichtet und die eingesetzten Kräfte mit Essen versorgt, da die Nachlöscharbeiten sicherlich bis in die Morgenstunden (30. August) andauern werden.

Um 20:00 Uhr traf der angeforderte Treibstoff (Diesel) für die Tanklöschfahrzeuge und die Tragkraftspritzen ein. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch die erstem Baumaschinen zum auseinanderfassen der verbrannten Materialen eingesetzt.

Ab 23:00 Uhr wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert, welche die Feuerwehren aus dem BFV Graz-Umgebung ablösten, und mit den Nachlöscharbeiten begannen.

Die genaue Brandursache ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

 

Eingesetzt:

Bereichsfeuerwehrkommando Leibnitz und Graz-Umgebung

Feuerwehren aus dem BFV Leibnitz, Graz, Graz-Umgebung, Radkersburg, Deutschlandsberg und Weiz

Rotes Kreuz mit vier Ärzten

Polizei

Landeswarnzentrale

Chemiealarmdienst Steiermark

Bezirkshauptmannschaft Leibnitz

 

Presseinformation: 

OBI d.V. Herbert Putz (Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeit - BFV Leibnitz)

Foto: BM Benjamin Zöhrer/Pressedienst

  

WEITERE BILDER UNTER   

www.bfvlb.steiermark.at

 

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